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SIREVA

Sicherheit von Personen bei Rettungs- und Evakuierungsprozessen von Passagierschiffen

Projektkoordinator

Florian Motz
Fraunhofer FKIE
florian.motz@fkie.fraunhofer.de

Förderung

Laufzeit: 2014 – 2017 
Fördergeber: BMBF

direkte Verbundpartner

  • Fraunhofer FKIE - Koordinator
  • ATS Elektronik GmbH
  • Hochschule Wismar, Bereich Seefahrt
  • IAW, RWTH Aachen
  • INTERSCHALT Maritime Systems AG
  • ISV – Institut für Sicherheitstechnik/Schiffssicherheit e.V.
  • Lloyd's Register
  • Marinesoft GmbH
  • MARSIG mbH

assoziierte Verbundpartner

  • AIDA Cruises GmbH 
  • Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), WS 23 
  • Hafen- und Seemannsamt Rostock 
  • Verband Deutscher Reeder 
  • World Maritime University

Gesamtziele des Verbundes

Das Vorhaben „SIREVA“ (Sicherheit von Personen bei Rettungs- und Evakuierungs-prozessen von Passagierschiffen) behandelt die Evakuierung von Passagierschiffen. Die Evakuierung von Passagierschiffen birgt nicht zuletzt durch die immer größer werdende Anzahl mitreisender Personen noch ungelöste Herausforderungen. Dies wird an Beispielen wie dem am 13. Januar 2012 havarierten Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ deutlich: Der Großteil der an Bord befindlichen ca. 4200 Menschen konnte erfolgreich evakuiert werden, während sich die Suche nach Vermissten jedoch noch über zwei Monate nach dem Unglück hinzog, wobei bis heute nicht alle Vermissten aufgefunden werden konnten.

Gesamtziel des Vorhabens ist die Unterstützung einer vollständigen, schnellen und sicheren Evakuierung von Passagierschiffen durch die Entwicklung innovativer Konzepte und technischer Lösungen. Besondere Berücksichtigung finden ältere und mobilitätseingeschränkte Personen. Die Konzepte sollen die Sicherheit von Menschen auf Passagierschiffen erhöhen, ohne deren Freiheit und Persönlichkeitsrechte einzuschränken. Im Anschluss an das Projekt sollen diese Konzepte zur Entwicklung marktfähiger Lösungen verwendet werden können.

Ausgangspunkt bildet die Darstellung von Evakuierungen in Teilszenarien mit einer systematischen Bestandsaufnahme und Analyse in der Vergangenheit durchgeführter Evakuierungen, welche Aufschluss über die Ursachen von Problemen geben sollen (bspw. eingeschränkte Mobilität, Verletzung von Personen, Unerreichbarkeit des Ausgangs aufgrund einer Schräglage oder Verstellung). Darauf aufbauend wird ein ganzheitliches Evakuierungskonzept unter Einbeziehung von technischen Systemen zur Entscheidungsunterstützung und zur Lenkung von Passagieren entwickelt. Die einzelnen Komponenten, die unter Berücksichtigung psychologischer Erkenntnisse und mit dem Ziel einer hohen Gebrauchstauglichkeit entwickelt werden sollen, sind das Personen-Tracking, Applikationen zur Lenkung von Besatzungsmitgliedern und Passagieren, stationäre Anzeigen für die Besatzung, dynamische Fluchtweganzeigen, ein Entscheidungsunterstützungssystem-Modul und die Einrichtung eines Reederei-Lagezentrums.

Parallel zu diesen Forschungsarbeiten werden das Training und die Simulation von Evakuierungsprozessen weiterentwickelt. Ausrüstungstechnische und schiffbauliche Verbesserungsvorschläge und Konzepte zur Unterstützung mobilitätseingeschränkter Menschen im Rettungs- und Evakuierungsprozess werden erarbeitet. Begleitend wird die Möglichkeit des Einsatzes der innovativen Lösungskonzepte rechtlich geprüft und die Akzeptanz bei Passagieren untersucht. Die Entwicklung innovativer Technologien geschieht unter Berücksichtigung psychologischer Anforderungen und Prüfung möglicher Standardisierungen. Die entwickelten Konzepte und Technologien werden im Rahmen von Feldtests evaluiert und überarbeitet. 

Ziele des ISV

Innerhalb des Projektes MASSIEV sollen Konzepte und Maßnahmen entwickelt werden, die die Evakuierung bzw. Versorgung von Personen unter erschwerten Bedingungen sicherer macht. Unter erschwerten Bedingungen werden dabei insbesondere verstanden:

  • Ausfall der Hauptmaschine und Betrieb mit Notstromversorgung
  • totales Blackout
  • Evakuierung von in ihrer Mobilität eingeschränkten Personen
  • Evakuierung bei Schräglage und Verrauchung
  • Evakuierung von psychisch stark belasteten Personen

Die zu entwickelnden Konzepte beziehen sich auf

  • bauliche und technische Maßnahmen zu Unterstützung von Personen in Evakuierungssituationen
  • alternative Ausrüstungen für den Fall eines Blackouts
  • Maßnahmen zur Unterstützung der Evakuierung von in ihrer Mobilität eingeschränkten Personen
  • organisatorische Maßnahmen zur Bewältigung einer Evakuierungssituation bzw. zur Versorgung von Passagieren während längerer Phasen ohne Stromversorgung (Hygiene, Wärme, Lebensmittelversorgung)
  • Trainings für Schiffsbesatzungen für Evakuierungsprozesse unter erschwerten Bedingungen

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