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KOMPASS

Kompetenz und Organisation für den Massenanfall von Patienten in der Seeschifffahrt

Projektkoordinator

Institut für Sicherheitstechnik / Schiffssicherheit e.V.
Dr. Dana Meißner
E-Mail: d.meissner@schiffssicherheit.de

Förderung

Laufzeit: 2014 – 2017 
Fördergeber: BMBF

direkte Verbundpartner

  • ISV – Institut für Sicherheitstechnik/Schiffssicherheit e.V.- Koordinator
  • GS Elektromedizinische Geräte G. Stemple GmbH (GS)
  • Unfallkrankenhaus Berlin (UKB)
  • Universitätsmedizin Greifswald, Abt. für Unfall- und Wiederherstellungs-chirurgie (UMG)
  • mainis IT-Service GmbH
  • Albert-Ludwigs-Universität, Institut für Soziologie (ALU)

assoziierte Verbundpartner

  • AIDA Cruises GmbH 
  • Bugsier-, Reederei- und Bergungs-Gesellschaft mbH & Co. KG 
  • Hafen- und Seemannsamt Rostock

Gesamtziele des Verbundes

Das Ziel von KOMPASS ist die Konzeption, Erarbeitung und Umsetzung eines integrativen Managementsystems zur Patientenversorgung auf See, das sich aus strukturellen, organisatorischen und technischen Maßnahmen zusammensetzt. Dieses Managementsystem wird in enger Kooperation mit den Endanwendern entwickelt und in Übungsszenarios evaluiert.

Die Ergebnisse des Projektes werden:

  • zu einer schnelleren und besseren Versorgung von Betroffenen bei einem Massenanfall von Verletzten auf See beitragen.
  • Rettungsmannschaften Wissen und Hilfsmittel für einen effektiveren Einsatz und einen besseren Eigenschutz zur Verfügung stellen.
  • die Aktionen aller Beteiligten besser koordinieren.
  • zum Schutz der Bevölkerung in Küstengebieten beitragen (z.B. bei Austritt von Gefahrstoffen, bei Ausbruch von Infektionskrankheiten auf einem Kreuzfahrtschiff)

Ziele des ISV

  1. Entwicklung eines strategischen und technischen Konzepts zur medizinischen Versorgung auf See
    • Welche Schadensereignisse sind bislang und in welcher Häufigkeit aufgetreten? 
    • Welche Gefahren begleiten diese Schadensereignisse?
    • Wie kann trotz der Enge auf Schiffen, dem Seegang und der eingeschränkten personellen und materiellen Ressourcen eine effektive Versorgung vor Ort umgesetzt werden?
    • Welche (Umwelt-)Bedingungen müssen bei der Modellierung von Schadensereignissen skalierbar sein?
    • Wie kann die Einsatzplanung zwischen den Schnittstellen Bord/See/Land durch die unterschiedlichen Akteure hinsichtlich Ganzheitlichkeit und Wirksamkeit verbessert werden?
    • Wie kann die Einsatzorganisation der beteiligten Akteure verbessert werden?
    • Wie können die Maßnahmen einzelner Akteure besser ineinandergreifen?
    • Welche Informationen sind kritisch dafür, dass sich rückwärtige Stellen ein Bild der Lage machen können?
  2. Aus- und Weiterbildung von Helfern
    • Welches Potential bieten Besatzung und Passagiere, um bei der medizinischen Erstversorgung mitzuwirken bzw. externe Rettungskräfte zu unterstützen?
    • Können Besatzung und Passagiere unverletzte Betroffene betreuen?
    • Wie kann die Besatzung für die medizinische (Erst-)Versorgung aus- und weitergebildet werden? – Erstellung von Kurskonzepten
    • Wie können externe landseitige Helfer in die Hilfeleistung einbezogen werden?
    • Wie kann die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Akteuren geschult werden?  – Erstellung von Kurskonzepten
  3. Patiententransport
    • Welche Transporteinrichtungen eignen sich zum Transport von Verletzten an Bord?
    • Wie können entsprechende Transporteinrichtungen an die Gegebenheiten auf See angepasst und zertifiziert werden?
    • Wie können Verletzte von Bord zu Bord transportiert werden?
    • Wie kann der Transport von Patienten vom Havaristen bis in die Klink effektiv gestaltet werden?
  4. Einsatzunterstützung
    • Entwicklung von Hilfsmitteln zur Einsatzunterstützung, wie beispielsweise Handlungsalgorithmen, Checklisten oder Taschenkarten
      • Wie müssen Inhalt und Aufmachung gestaltet sein?
      • Wie können aggregierte Informationen aus Formularen, Checkliste effizient ausgetauscht werden?
      • Wie kann die einsatztaktische „Ordnung der Raumes“ spontan gekennzeichnet werden?
      • Wie können externe Rettungskräfte gekennzeichnet werden?
  5. Kommunikation
    • Wie kann der Informationsfluss zwischen der Besatzung des Havaristen im Schadensfall verbessert werden?
    • Wie kann der Informationsaustausch zwischen der Schiffsführung und eintreffenden Rettungskräften verbessert werden?
    • Wie können auftretende Störfaktoren (z.B. Hubschrauberlärm, Abschirmung durch Schiffswände) verringert oder überwunden werden?
    • Wie kann die Kommunikation trotz Ausfall oder Überlastung der Kommunikationsinfrastruktur an Bord des Havaristen aufrechterhalten werden?
    • Welche Verständigungskonzepte können beim Ausfall sämtlicher technischer Kommunikationsmittel genutzt werden?
  6. Evaluation
    • Können die entwickelten technischen sowie organisatorischen Konzepte und Lösungen eine Verbesserung der Rettungskette bewirken?
    • Sind die entwickelten technischen Lösungen einfach verständlich und im Notfall leicht zu bedienen?
    • Sind die entwickelten organisatorischen Maßnahmen geeignet, um die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verbessern?
    • Wie können Effizienz, Effektivität, Praktikabilität, Akzeptanz, Aufwand und Kosten der ausgearbeiteten Lösungen für den Einsatz beim MANV auf See getestet werden?
    • Welche Übung eignet sich besonders zur Evaluation welcher Lösung?
    • In wie weit können Planspiele und funktionelle Übungen aufwändige Vollübungen ersetzen?

Dokumente

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